Mut zur eigenen Meinung

Martin Luther King schrieb in seinem letzten Buch: „Ich möchte lieber ein Mann von Überzeugung als ein Mann der Anpassung sein. Manchmal im Leben entwickelt man eine Überzeugung, die so kostbar und bedeutsam ist, dass man bis zu seinem Ende bei ihr beharrt.“ Das ist eine dem christlichen Glauben angemessene Haltung.

Dankbar sein

In vielen Kirchen, auf manchen Festplätzen oder in unseren Gärten wurde gestern das Erntedankfest gefeiert. Auch wenn immer weniger Menschen ohne unmittelbare Beziehung zu Säen und Ernten leben, haben viele den Wunsch, vor allem für den Reichtum zu danken, den bereits jeder Gemüsestand bietet.

Die zweite Geige spielen

Im Leben gibt es, ob es einem passt oder nicht, Rangfolgen. Einer ist Erster, der andere Zweiter. Wohl keiner lässt sich gern zurücksetzen. Bereits das Gefühl zurückgesetzt zu sein, ist nicht schön. Im Volksmund heißt es dann: Der spielt nur die „zweite Geige“.

Unter Gottes Schutz

Wolfgang war mit seiner Einheit zu einem Übungseinsatz der Bundeswehr. Es war Nacht. Sie hatten den Befehl, sich sofort nieder zu werfen, sobald ein Leuchtsignal abgeschossen wird. Gleich würden sie den rettenden Wald erreicht haben. Da leuchtete das Lichtsignal auf. Wolfgang warf sich auf die Erde. Vor seinem Mund spürte er etwas Hartes, Kaltes, Undefinierbares.

Sorgen-los

Nachdem ich einige Termine im Norden wahrgenommen hatte, war ich auf der Rückreise in Richtung Süden. Es sollte an Dortmund und Lüdenscheid vorbei in Richtung Wetzlar gehen. Aber noch bevor ich Dortmund erreicht hatte, musste ich an einen guten Freund in Dortmund denken. Spontan beschloss ich ihn zu besuchen. Als er mir die Tür öffnete, sagte er mit belegter Stimme: „Dich hat der liebe Gott geschickt!“

Sieg über das Böse

Es war auf einer meiner Afrikareisen. In der Hauptstadt der Elfenbeinküste wurde ich mit einer Lehrerin bekannt gemacht, die mir ihre Geschichte erzählte. Jahre zuvor verlor sie plötzlich die Stimme. Natürlich ließ sie nichts unversucht, um wieder sprechen zu können. Sie ließ sie von allen möglichen Ärzten und Medizinmännern behandeln. Doch keiner konnte ihr helfen.

Immer schon geliebt

Während des Krieges war der Dichter Siegbert Stehmann unter anderem in Norwegen. Mancher seiner Kameraden suchte seine Seelsorge. Eines Nachts kam ein Matrose zu ihm und klagte: „Es gibt keine Liebe mehr unter den Menschen.“ Zu Stehman aber fasste er offensichtlich Vertrauen, denn er bereitete sein ganzes Leben vor ihm aus.