Die Kraft des Glaubens erleben

Die Kraft des Glaubens erleben

Erstaunlich viele Menschen geben sich mit einer Ersatzreligion zufrieden. Darauf wies vor einigen Jahren der Kommunikationsforscher Prof. Norbert Bolz hin. In seinem noch immer aktuellen Buch „Das Wissen der Religion“ spricht er davon, dass sich der moderne Mensch eine Ersatzreligion geschaffen hat, die den biblischen Gott ersetze: Die heile Natur, das wahre Selbst und die gerechte Gesellschaft seien an die Stelle von Gnade, Kreuz und Erlösung getreten. Da wird Gott, der himmlische Vater, durch Mutter Erde ersetzt. Das Streben nach Selbstverwirklichung wird zur Basis einer grenzenlosen Ich-Liebe. Vom Staat wird eine „göttliche Versorgung“ erwartet. Für Bolz ist das Glaubensangebot der Christen das „freiheitlichste, souveränste, intellektuell befriedigendste“. Er weiß allerdings, dass man nicht beschließen kann, ab sofort zu glauben, denn: „Der Glaube ergreift mich“.

Nicht sehen, aber spüren

Ist das denn möglich? Ist Glaube nicht nur eine Idee, ein Wort? Ich höre ihn nicht, ich sehe ihn nicht. Also doch nur eine Wunschvorstellung? Tatsächlich ist „Glaube“ nicht zu sehen. Wind oder elektrischer Strom sind auch nicht zu sehen. Doch wer sich dem Wind aussetzt, spürt ihn und wer den Strom anschaltet, sieht Licht. Allerdings muss ich in den Wind treten, das Licht anschalten wollen. Ohne es zu wollen, klappt das nicht. Wenn ich nicht will, werde ich auch nicht glauben. Doch der christliche Glaube ist etwas so Großartiges! Wer es wagt, mit Gott zu rechnen, der schließt sich gleichsam an eine unerschöpfliche Kraftquelle an. Das bleibt nicht ohne Folgen. Ein Abteilungsleiter eines größeren Betriebs sagte: „Wenn ich gewusst hätte, welche Befreiung und Freude der Glaube schenken, dann hätte ich mich früher auf die Suche nach Gott gemacht.“

Sich finden und ergreifen lassen

Dankbar kann auch ich sagen: Ich habe mich ergreifen lassen. Meine Erfahrung ist, dass uns das Grundbuch des christlichen Glaubens, die Bibel, Wege weist, um uns nicht nur vom Glauben, sondern von Gott selbst ergreifen zu lassen. Und das ist die göttliche Einladung: „Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen“ (Jeremia 29,13-14).

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