Schuld sind immer die anderen

Schuld sind immer die anderen

Ein Verwandter oder ein Kollege hat etwas getan, was nicht recht war. „Wie konnte der das nur machen?“, wird dann voller Entrüstung gefragt. Und allzu leicht sind wir überzeugt davon, dass wir selbst nie so gehandelt hätten. Doch wir werden auf vielfältige andere Weisen schuldig. Das betrifft jeden. Denn wer wollte von sich behaupten, es sei alles in Ordnung in seinem Denken und Leben? Wir wollen zwar immer das Richtige und das Gute. Und dennoch misslingt es uns oft.

Mancher verzweifelt an sich selbst

Mancher ist darum schon an sich selbst verzweifelt. Wie ist das zu erklären? Antwort gibt die Bibel, Sie nennt das Böse mit Namen, nämlich: Sünde. Gemeint ist dabei nicht irgendeine Sünde, wie liebloses Handeln oder schlechtes Reden über andere Menschen, Missbrauch oder Betrug. Es geht primär nicht einmal darum, was wir getan haben oder wo wir irgendwo versagt haben, das sind nur die Folgeerscheinungen.

Es geht um etwas viel Tieferes. Es geht um die Ursache des ganzen Elends. Sünde ist der grundlegende Beziehungsbruch mit Gott, die Selbstherrlichkeit des menschlichen Herzens. Es geht um den abgrundtiefen Riss zwischen Mensch und Gott. Die Menschen haben die Beziehung mit Gott, Ihrem Schöpfer zerbrochen. Sie haben dadurch die Quelle des Lebens und der Liebe verloren. Sie sind getrennt von Gott, der die innige Gemeinschaft mit ihnen sucht. Aus der Bibel wissen wir, dass es die wahre Bestimmung des Menschen ist, in liebevoller Gemeinschaft mit Gott, dem himmlischen Vater und den Mitmenschen zu leben. Sünde ist alles, wodurch der Mensch diese liebevolle Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zerstört.

Dem Sünder kann geholfen werden

Ist der Schaden zu beheben? Ja! Jeder Mensch kann – das wissen wir aus der Bibel – Gott gegenüber bekennen, dass er von ihm entfernt lebte und darum gesündigt hat. Er kann zugleich Vergebung erbitten. Wer das tut, erfährt, was es heißt, dass Jesus Christus zur Vergebung unserer Schuld starb, um nun lebendige Gemeinschaft mit Gott zu ermöglichen. Seither gilt, was im 1. Brief des Johannes steht: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, dann ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt.“ (1. Johannes 1,9)

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