Grün ist die Freude

Grün ist die Freude

Der „Gründonnerstag“ hat seinen Namen nicht etwa von der grünen Frühlingsfarbe, sondern von den „greinenden“ Büßern, die in frühen Jahrhunderten an diesem Tag wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurden und deren Weinen damit ein Ende hatte. Er war darum ein Freudentag. Zugleich wurde daran erinnert, dass Jesus am Abend dieses Tages – kurz vor seiner Kreuzigung – mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl feierte. Einen Tag später dann, am Karfreitag (von kara für Klage, Kummer) wird Jesus – obwohl unschuldig – zum Tode verurteilt.

Martin Luther schreibt, wie „tröstlich“ es sei, dass Jesus nicht allein für meine Sünde leidet und stirbt, sondern auch für die der ganzen Welt, von Adam bis auf den allerletzten Menschen, „damit ich ohne Sünde sei und das ewige Leben und Seligkeit erlange“. Selig sein heißt gerettet sein, frei von Ängsten, Sorgen, verführerischen Mächten, Kraft- und Freudlosigkeit. Wer von Jesus gerettet ist, muss nicht mehr sich selbst und andere belügen, bekommt Kraft im Leid und verliert die Angst vor dem Sterben.

Der Apostel Paulus schrieb der Christengemeinde in Korinth: „Das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, eine Torheit. Uns aber, die wir errettet werden (selig werden) ist es eine Gotteskraft.“ (1 Kor. 1,18)