Wie neugeboren

Wie neugeboren

Andacht zum Wochenspruch aus 1. Petrus 1,3

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. (1. Petrus 1,3)

Ein 58-jähriger Mann aus Myanmar, dem früheren Burma, wollte sein Einkommen aufbessern. Er fragte seinen Freund, ob er ein paar Sonderaufgaben in dessen Haus erledigen könne. Der Eigentümer sah darin eine Gelegenheit, ein Zeugnis von Jesus abzulegen und ließ ein Radio spielen, das eingestellt war auf eine Sendung von TWR in burmesischer Sprache. Der Mann, der einen buddhistischen Hintergrund hatte, war bekannt für sein Alkoholproblem. Während er arbeitete, folgte er gespannt dem Programm. Das war so interessant, dass er fragte, ob er wiederkommen und ein paar Freunde mitbringen dürfe. Er brachte nicht nur einen oder zwei Freunde, er kam mit 18 Leuten, die sich um das Radio drängten, um die Botschaft von der Liebe Gottes zu hören. Während der folgenden Wochen berührte Gott das Herz dieses Mannes. Er übergab sein Leben Jesus. Dasselbe taten auch andere in der Gruppe, darunter ein buddhistischer Mönch. Das Alkoholproblem dieses Mannes ist jetzt Vergangenheit. Drei Jahre später wurde er Leiter einer Gemeinde.

Wiedergeburt mitten im Leben

Dieser Mann erlebte eine wunderbare Erneuerung seines Lebens, eine Wiedergeburt. Wenn ein Mensch sich von Jesus Christus ergreifen lässt, verändert sich das Leben so radikal, dass es auch andere sehen und ähnliches erleben wollen. Diese Neuwerdung kann man nicht erzwingen oder ererben. Sie ist ein Geschenk. Ein Geschenk muss der Beschenkte annehmen. Die Bibel macht deutlich, dass nur einer, der Jesus annimmt, sich zutiefst mit ihm verbindet, das Recht erhält ein Kind Gottes zu werden (Johannes 1,12). Kind Gottes zu sein, von neuem geboren zu werden – was heißt das nun? Schauen wir uns noch einmal den Mann aus Myanmar an. Er hatte ein Problem, der Alkohol beherrschte ihn. Beim Hören auf das Evangelium, muss ihm bewusst geworden sein, dass die fehlende Verbindung zu seinem Schöpfer Ursache seiner Sucht geworden war. Er meinte, sein Leben selbst bestimmen zu können. Aber das war ein Irrtum.

Überall dort, wo Menschen sich dem Worte Gottes aussetzen und ehrlich die Konsequenzen aus dem Gehörten ziehen, kann es zu ähnlichen Erfahrungen kommen, wie sie der Mann aus dem fernen Osten machte. Da ist zum Beispiel einer schuldig geworden, weil er sich am Eigentum anderer vergriff oder weil er sich in die Ehe anderer Menschen mischte. Ein nicht erneuertes Leben kann sich auf vielerlei Weise sehr negativ auswirken.

Veränderung ist nur möglich durch eine Neuwerdung. Die Neu- oder Wiedergeburt überwindet, was den Menschen von Gott trennt. Das können nicht nur Sucht, Diebstahl oder Ehebruch sein. Es ist vielmehr die grundsätzliche Auflehnung gegen Gott und die Ablehnung seiner Ordnungen.

Wer wiedergeboren ist, erfuhr die Barmherzigkeit Gottes. Die ist kein unverbindliches Mitleid. Gottes Barmherzigkeit ist eine Rettungsaktion. Er will alle auffangen, die ihr Leben selbst nicht in die Reihe bringen können. Gottes Barmherzigkeit zeigt sich als unverdiente Hilfe. Dieselbe auszuschlagen wäre töricht. Mit Gottes Barmherzigkeit zu leben, hilft nicht nur in diesem Leben, sondern auch dann noch, wenn wir einmal die Augen für immer geschlossen haben.

Jubel über das neue Leben

Wer Gottes Barmherzigkeit erfahren hat, der kann künftig mit einer lebendigen Hoffnung leben. Die ist kein ungewisses Wunschdenken. Hoffnung, die Gott schenkt, ist untrennbar verbunden mit der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Der Gott, der seinen Sohn aus dem Tod zu neuem Leben führte, der hat auch Kraft, einen Gescheiterten oder Verzweifelten mit Zuversicht zu erfüllen. Wer weiß, dass er von neuem geboren wurde, ist dadurch mit dem verbunden, der stärker ist als der Tod. Verständlich, dass solche Wahrheit Petrus veranlasst Gott zu loben. Immer wieder loben seither Gottes Kinder ihren himmlischen Vater. So auch in unserer Zeit:

Was also soll ich ängstlich sorgen?
Ich traue ihm, dass er mich sieht.
Ich bin in ihm an jedem Morgen
und rühme ihn mit meinem Lied.
(Jörg Zink)

Ein Kommentar zu “Wie neugeboren

  1. Wahrhaftig exzellent, Herr Marquardt! Würde ich gerne in meine Muttersprache Englisch übersetzen, um als Schrift parat zu haben, wenn ich international (und wohl meistens privat) mit passenden Leuten in Verbindung trete. Geht das? Natürlich werde ich Ihre Urheberschaft immer nennen dabei.
    Herzliche Grüße und Gottes Segen für Ihre weitere Blog-Arbeit,
    Glenn Carlson (ERF)

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