Der Lauf der Welt

Der Lauf der Welt

Im Alter wachsen alle in die Erde / so hast du mir das früher oft erzählt / die Kinder werden groß, die Eltern kleiner / Man sieht es ja. Das ist der Lauf der Welt.

Willst du mir heute in die Augen blicken / musst du dich recken und blickst auf zu mir / Doch dabei seh ich nicht auf dich hinunter / In Wirklichkeit blick ich ja auf zu dir.

Mit diesen Worten ehrt der Liedermacher Jörg Swoboda seine Mutter. Andere drücken es ebenfalls so oder ähnlich aus, wenn sie von ihrer Mutter sprechen.

Dankbar werden

Viele schenken im Mai ihren Müttern besondere Aufmerksamkeit. Die haben es verdient. Denn Mütter schenken Leben und Geborgenheit. Und viel zu selten danken wir ihnen dafür. Herzlich grüßen wir Frauen, die gern ein Kind gehabt hätten, doch – aus welchen Gründen auch immer – kinderlos blieben. Schwer wird es auch für Mütter (und Väter) sein, die erleben mussten, dass ein, manchmal zwei Kinder bereits verstorben sind. Ich erinnere mich meiner Mutter, die gelegentlich sagte, dass es viel schwerer sei, wenn Mütter ihre Kinder beerdigen, als wenn Kinder ihre Eltern begraben müssen.

Dankbar bleiben

Als eines unserer längst erwachsenen Kinder unerwartet starb, empfingen meine Frau und ich Kraft und Hilfe durch den Glauben an den auferstandenen Jesus Christus, in dem Gott uns nahe sein will. Das haben auch Frauen erfahren, die mit dem ärztlichen Bescheid fertig werden mussten, dass das erwartete Kind behindert sein würde.

Die Schriftstellerin Sandra Roth sagte vor einiger Zeit in einem Beitrag der FAZ: „Ich würde mein (schwer behindertes) Kind keinem anderen gönnen … Ich sehe viele Eltern, die ihre behinderten Kinder lieben und toll finden, und ich sehe Eltern, die damit hadern, dass ihr Kind nicht perfekt ist – auch wenn es keine Behinderung hat. Kein Kind ist, wie wir es uns vorgestellt haben.“

Die Bibel sagt: „Jedes Kind ist eine Gabe Gottes“ (Psalm 127,3). Und jede Mutter auch. Deshalb ist es gut, wenn Mütter (und Väter) und Kinder sich diesem Gott anvertrauen.

Ein Kommentar zu “Der Lauf der Welt

  1. Lieber Br. Marquardt,
    danke für die einfühlsamen Worte. Schon ganz am Anfang der Bibel steht, dass Eva die Mutter aller Lebendigen wurde. Leider wird das Muttersein in unserer heutigen Gesellschaft entweder kleingeredet (Feminismus) oder überbetont (Mutter Erde/Esoterik). Jesus Christus sagt im Jesajabuch, dass Er uns trösten will, wie einen seine Mutter tröstet. Das ist eine wunderbare Botschaft.
    Liebe brüderliche Grüße des Segens
    D. C. Huster

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