Hin und her – doch ganz bei Gott

Hin und her – doch ganz bei Gott

Die Koreanerin Ohi Park Denker war im Jahre 1964 mit großen Erwartungen aus Korea nach Deutschland gekommen, weil sich viel davon versprach, in einem christlichen Land zu leben. Aber sie sah, wie auch in Deutschland Mission nötig war. Sie machte eine Ausbildung zur Krankenschwester und besuchte eine Bibelschule.

Nach dem Abschluss der Bibelschule wurde sie gefragt, ob sie nicht eine Mission unter koreanischen Landsleuten beginnen wolle. Sie lehnte das ab. Auch eine Frage des Leiters des Evangelischen Ausländerdienstes Solingen (heute: Evangelischer Ausländerdienst) ob sie sich nicht um 6000 koreanische Krankenschwestern kümmern wollte, die in Deutschland tätig sind, hat sie gesagt: „Nein, ich fliege nach Korea.“

Gottes Leiten setzt sich durch

Rückblickend schreibt sie: „Ich hatte von Deutschland genug. Es gab zu wenig lebendigen Glauben mit diesem Land. Ich sah immer nur das Christentum, versunken in Tradition und Formeln. Ich wollte nie wieder zurück nach Deutschland. Doch Gott hatte nun mal seinen Plan mit mir. Im Jahr 1972 ging mir unter der Lektüre vom Psalm 23 das Herz auf und ich kam wieder nach Deutschland zurück.“

Noch einmal meinte sie, hier keinen Platz zu haben und wollte nach Korea zurück. Aber dann öffnete ihr ein Seelsorger den Weg zum Evangelischen Ausländerdienst, in dem sie sich seither als Missionarin seelsorglich um ihre Landsleute kümmert. Ihr Bericht schließt mit den Worten: „Gott ist treu. Er führte mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Er blieb dran an mir und darum konnte auch ich dranbleiben.“