Heuschreckenplage

Heuschreckenplage

Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66,20)

Kaum Beachtung in unseren Medien findet die Heuschreckenplage in Teilen von Afrika. Daher verdienen die Nachrichten von „Christliche Fachkräfte International“ besondere Aufmerksamkeit. Diese berichten von einer eindrücklichen Erfahrung des Ehepaars Peter und Silvia Trosto in Ostafrika:

Unsere Gegend ist sehr fruchtbar, in manchen Höhenlagen können wir zweimal im Jahr Äpfel oder Mais ernten. Als wir von riesigen Heuschreckenschwärmen in etwa 100 km Luftlinie Entfernung hörten, wurde uns schon mulmig. Wie viel vernichtet ein Schwarm pro Tag? Wie schnell kommen Sie? Wir informierten uns: ein Schwarm wandert an einem Tag 100-200 km! Am 7. Februar war es soweit: die Heuschrecken waren bei uns in den Bergen angekommen. Wir beteten intensiv: was, wenn unsere Arbeit von über einem Jahr in einer Stunde vernichtet wird? Wie können wir uns vorbereiten? – Um die Mittagszeit hörten wir ein großes Geschrei immer näher kommen – und dann sahen wir die Heuschrecken: eine riesige Invasion! Silvia packt Tücher und Plastikplanen, um Gemüse und Erdbeeren abzudecken. Ich schnappe ein Feuerzeug und rase auf die Felder. Der Mais ist schon braun, reif zur Ernte. Aber was passiert mit den Cassava-Pflanzen, den Bananen, den Mangos..? Der Himmel ist voller fingergroßer Heuschrecken, das Schlagen von Millionen Flügeln ist überall zu hören. Ich versuche, Feuer zu machen. Doch bevor mein Feuer richtig zu lodern beginnt, zieht der Schwarm weiter. Gott sei Dank dafür!

Mit dem Ehepaar Trosto freuen wir uns, dass der Heuschreckenschwarm weiterzog, bevor die gefräßigen Tiere alles zu vernichten begannen. Ihr Erleben zeigt einmal mehr, dass Gott sich auch um Geschehnisse kümmert, denen wir machtlos gegenüber stehen. Gott verwirft unsere Gebete nicht, auch wenn es sich nicht um etwas so Bedrohliches wie eine Heuschreckenplage handelt. Bezugnehmend auf das biblische Leitwort zu diesem Bericht sollten wir uns dessen bewusst sein, dass Gott uns in seiner Güte begleitet, auch wenn nicht jede unserer Bitten so erhört wird wie bei dem Ehepaar Trosto.

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