Autor: Horst Marquardt

Begnadete Botschafter

Begnadete sind Beschenkte. Der Apostel Paulus warnt, die Gnade Gottes nicht vergeblich zu empfangen. Erschrocken frage ich: Ist es denn möglich, die Gnade vergeblich zu empfangen? Das hieße doch, die Freundlichkeit Gottes kennengelernt zu haben, mit einem erfüllten Leben beschenkt zu sein, aber wieder gnadenlos zu leben.

Erstaunliche Wegführung

Es ist kaum zu begreifen, wie wunderbar Menschen ihren Weg finden, wenn sie sich der Führung Gottes anvertrauen. König David hat das erfahren. Er sagte zu seiner Zeit: „Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, der meine Sache zum guten Ende führt.“

Gott redet – Hörst du ihn?

In vielen Jahrzehnten meines Dienstes in der Radiomission, habe ich miterlebt, dass Gott spricht. Und dass Menschen hören, wenn er mit ihnen redet. Bemerkenswert finde ich, dass Gott es immer wieder geschenkt hat, dass lebensmüde Menschen oft im letzten Augenblick den Anruf ihres Schöpfers hörten.

Frei geworden!

H. K. war Alkoholiker. Oft versuchte er vom Alkohol loszukommen. Vergeblich. Nicht einmal seine Ehefrau, die er sehr liebte, konnte ihm helfen. Nach einem Selbstmordversuch ließ er sich von Christen bewegen, eine Kur in einem christlichen Entziehungsheim zu machen.

Mut zur eigenen Meinung

Martin Luther King schrieb in seinem letzten Buch: „Ich möchte lieber ein Mann von Überzeugung als ein Mann der Anpassung sein. Manchmal im Leben entwickelt man eine Überzeugung, die so kostbar und bedeutsam ist, dass man bis zu seinem Ende bei ihr beharrt.“ Das ist eine dem christlichen Glauben angemessene Haltung.

Dankbar sein

In vielen Kirchen, auf manchen Festplätzen oder in unseren Gärten wurde gestern das Erntedankfest gefeiert. Auch wenn immer weniger Menschen ohne unmittelbare Beziehung zu Säen und Ernten leben, haben viele den Wunsch, vor allem für den Reichtum zu danken, den bereits jeder Gemüsestand bietet.

Die zweite Geige spielen

Im Leben gibt es, ob es einem passt oder nicht, Rangfolgen. Einer ist Erster, der andere Zweiter. Wohl keiner lässt sich gern zurücksetzen. Bereits das Gefühl zurückgesetzt zu sein, ist nicht schön. Im Volksmund heißt es dann: Der spielt nur die „zweite Geige“.

Unter Gottes Schutz

Wolfgang war mit seiner Einheit zu einem Übungseinsatz der Bundeswehr. Es war Nacht. Sie hatten den Befehl, sich sofort nieder zu werfen, sobald ein Leuchtsignal abgeschossen wird. Gleich würden sie den rettenden Wald erreicht haben. Da leuchtete das Lichtsignal auf. Wolfgang warf sich auf die Erde. Vor seinem Mund spürte er etwas Hartes, Kaltes, Undefinierbares.

Die „Befreiung“ der Frau

Die „Mutter des Feminismus“, Simone de Beauvoir hat die Wertevorstellungen der westlichen Welt wesentlich verändert. Gutbürgerlich-katholisch erzogen, verlor sie mit 15 Jahren ihren Glauben an Gott, weil sie meinte entdeckt zu haben, Gott habe auf ihr Verhalten keinen Einfluss.

Sorgen-los

Nachdem ich einige Termine im Norden wahrgenommen hatte, war ich auf der Rückreise in Richtung Süden. Es sollte an Dortmund und Lüdenscheid vorbei in Richtung Wetzlar gehen. Aber noch bevor ich Dortmund erreicht hatte, musste ich an einen guten Freund in Dortmund denken. Spontan beschloss ich ihn zu besuchen. Als er mir die Tür öffnete, sagte er mit belegter Stimme: „Dich hat der liebe Gott geschickt!“